Materialbeschreibung

Baumwolle

Baumwolle ist eine Naturfaser, die aus den Samenhaaren der Pflanzen der Gattung Baumwolle (Gossypium) gewonnen wird. Verglichen mit Kunstfasern ist Baumwolle sehr saugfähig und kann bis zu 65 Prozent ihres Gewichtes an Wasser aufnehmen. Sind allerdings Gewebe aus Baumwolle einmal nass geworden, trocknen sie nur langsam. Zudem besitzt Baumwolle auch eine hohe Schmutz- und Ölaufnahmefähigkeit, ist aber auch in der Lage diese wieder abzugeben. Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich (sie „kratzen“ nicht) und haben ein äußerst geringes Allergiker Potential. Diese Eigenschaften macht sie für die Textilindustrie interessant. Baumwolle ist nicht wasserlöslich und in feuchtem oder nassem Zustand reißfester als in trockenem.  Baumwolle ist leicht entflammbar, kann aber gekocht und sterilisiert werden. Zusätzlich macht die molekulare Struktur der Baumwolle ihre Fasern widerstandsfähig gegen Hitze. Baumwolle ist damit auch bei starker Benutzung und häufiger Reinigung besonders langlebig.

Info / Tipp:

- Baumwolle ist eine Naturfaser
- sehr saugfähig
- hohe Dehnfähigkeit
- Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich
- kratzen nicht auf der Haut
- geringes Allergiepotential
- kann gekocht und sterilisiert werden
- widerstandsfähig gegen Hitze
- langlebiges Material

 

Chiffon

ist ein „durchsichtiger Stoff“, „Gaze“ ist ein feines, durchsichtiges Gewebe aus. Chiffon besitzt ein feines, unregelmäßiges Oberflächenbild mit einem „sandigen“ Griff.

Ein ca. 50 x 50 cm großes Chiffontuch kann zusammengepresst in einer Faust versteckt werden. Chiffontücher eignen sich gut für tänzerische Darstellungen, da sie aufgrund ihrer großen Oberfläche bei geringem Gewicht (hoher Luftwiderstand) sanft und langsam zu Boden fallen, wenn sie in die Luft geworfen werden.

 Info / Tipp:

- Durchsichtiges Material

- weiches, feines, geschmeidiges Material
- Chiffon , Seide ist chemische Reinigung oder Handwäsche empfehlenswert
- Chiffon , Chemiefasern Maschinenwäsche bei 30 Grad möglich
- nicht schleudern
- das feuchte Material bei niedriger Temperatur bügeln
- nicht mit Dampf oder Wasser besprühen, da sonst Wasserflecken entstehen

Elasthan

Elasthan, im nordamerikanischen Sprachraum Spandex, in anderen Ländern elastane, ist eine äußerst dehnbare Kunstfaser. Sie ähnelt Gummi, hat aber eine höhere Festigkeit und ist haltbarer.

Elastan ist ein Elastometer, das zu mindestens 85 Gewichtsprozent aus Polyurethan besteht, weshalb es mit PUE (für PolyUrethan Elastisch) abgekürzt wird. Die Dehnfähigkeit von Elastan, das in den USA üblicherweise "Spandex" genannt wird, beträgt 500 - 700%; nach dem Dehnen kehrt es weitgehend in den Ausgangszustand zurück. Aufgrund dieser Eigenschaften liegt die Verwendung von Elastan auf der Hand: Es wird als Faser dort eingesetzt, wo hohe Dehnbarkeit und Formstabilität gewünscht sind, also in enganliegenden, dehnbaren Kleidungsstücken, bei Bündchen, Socken, Wollstrumpfhosen, Badekleidung usw. Auf den Etiketten solcher Kleidungsstücke steht allerdings nicht notwendigerweise Elastan, denn wichtige Handelsnamen sind Lycra® und Dorlastan®.

Info / Tipp:

- dauerhafte Formbeständigkeit

- hohe Dehnungsfähigkeit

- keine Fusselbildung

- hohe Dehnbarkeit

- hohe Reißfestigkeit
- leicht, weich, glatt und leicht färbbar

- geringe Feuchtigkeitsaufnahme

- keine statische Aufladung über den Stoff
- kein Pilling

 

Leder

Leder ist eine durch Gerbung chemisch haltbar gemachte Tierhaut, deren natürliche Faserstruktur weitgehend erhalten ist. Es wird zwischen den Begriffen Leder und Pelz (Pelzfell) unterschieden. Leder wird meist aus der Lederhaut (anderer Name Dermis) genannten Hautschicht gewonnen. Diese gliedert sich ihrerseits in die nach außen liegende, der Lederoberfläche ihr glattes Aussehen gebenden Papillarschicht und die darunter liegende, für die mechanische Festigkeit verantwortliche Retikularschicht. Die Papillarschicht mit ihrer sehr feinen Faserstruktur ergibt am fertigen Leder die Narbenseite oder kurz „den Narben“. Die grobfasrige Retikularschicht wird als Aas- oder Fleischseite bezeichnet. Leder ist ein geschmeidiges, zähes, relativ festes, haltbares und vielseitig einsetzbares Material. Es ist relativ undurchlässig für Wasser, trotzdem ist es atmungsaktiv, d. h. ausreichend durchlässig für Luft und Wasserdampf. Für die technische Beschreibung und Qualitätsbeurteilung von Leder sind die Dichte (spezifisches Gewicht), die Zugfestigkeit, die Dehnbarkeit, die Bruchfestigkeit des Narbens die Wasser- und Luftdurchlässigkeit, die Lichtbeständigkeit und die Schrumpfung entscheidend. Neben diesen physikalischen Werten werden auch chemische Werte wie Fettgehalt, Schrumpfungstemperatur im nassen Zustand, Gerbstoffgehalt, Waschbarkeit, Säuregehalt, etc. beurteilt. Für die chemischen und physikalischen Parameter gibt es für die meisten Lederarten entsprechende Richtwerte. Schwer oder gar nicht messbar sind Eigenschaften wie Weichheit, Struktur und Griff und auch die Optik. In der Praxis sind diese Eigenschaften für eine Entscheidung, ob und welches Leder verwendet wird, oft ebenso wichtig wie die technischen Parameter.

Info / Tipp:
- Naturprodukt
- atmungsaktiv
- ausreichend durchlässig für Luft und Wasser 
- nicht in der Waschmaschine waschen werden 
- Reinigung warmen Wasser und Lederfett 
- Lichtbeständig

 

Modal

Modal wird oft als verbesserte Viskose bezeichnet, da sie nach einem modifizierten Viskose - Spinnverfahren hergestellt wird. Die Faser ist weicher und gleichzeitig stabiler. Modal kommt häufig als Mischfaser mit Baumwolle vor und wird für Bekleidung verwendet. MicroModal® ist ebenfalls eine chemisch behandelte Zellulosefaser, die in ihrer Struktur feiner als Modal und deshalb auch leichter ist (10000 Meter wiegen gerade einmal 1 Gramm). MicroModal® ist die feinste auf dem Markt erhältliche Zellulosefaser, denn eine Faser ist 40.000-mal dünner als ein menschliches Haar.

 Info / Tipp:

- verbesserte Scheuer- und Reißfestigkeit
- natürlicher Grundstoff

- hohe Festigkeit

- hohe Feuchtigkeitsaufnahme

- hautsympathisch
- atmungsaktiv

- Farbbeständig

- Lichtbeständigkeit

 Neopren

 Chloropren-Kautschuk, auch Polychloropren oder Chlorbutadien-Kautschuk, ist ein Synthesekautschuck, der unter anderem im Automobilbau und für isolierende Sportbekleidung eingesetzt wird. Im deutschen Sprachraum ist er unter dem Markennamen Neopren bekannt. Chloropren-Kautschuk wird großtechnisch im Verfahren der Emulsionspolymerisation hergestellt. Die entstandene Dispersion wird durch Säurezugabe und anschließender Kühlung gefällt, getrocknet und gewöhnlich in Form von Chips für die verarbeitende Industrie in den Handel gebracht. Um ein Verkleben der Chips zu verhindern, sind diese mit Talkum gepudert. Aber auch die Polymerdispersion selbst wird als Klebstoff eingesetzt, eine bekannte Handelsform sind z. B. die kristallisierenden Typen unter dem Handelsnamen Dispercoll®.

Info / Tipp: 
- wärme Isolierend

- weiches Material

- widerstandsfähig gegenüber UV-Strahlung, Ölen, Fetten

Polyamid

Nylon, Perlon, Dederon, Helanca

Polyamid Fasern werden im Bekleidungsbereich eingesetzt bei Feinstrümpfen und Strumpfhosen, Damenwäsche sowie Sport- und Badebekleidungund Miederwaren. Je nach Querschnitt und weiterer Verarbeitung können Polyamid-Fasern mal ganz glatt und fein oder gekräuselt und glänzend oder matt sein. Polyamide (Kurzzeichen PA) sind Polymere, deren Wiederholungseinheiten als charakteristisches Merkmal die Amidgruppe besitzen. Die Amidgruppe kann als Kondensationsprodukt einer Carbonsäure und eines Amins aufgefasst werden. Die dabei entstehende Bindung nennt man Amidbindung. Sie ist hydrolytisch wieder spaltbar.

Info / Tipp:
- hohe Elastizität

- Formbeständigkeit

- knitterfrei

- reißfest

- pflegeleicht

 

Polyester

Weil Mikrofasern so fein sind, können viele von ihnen eng zusammengepackt werden. Es werden viel mehr feine Fasern benötigt, um einen Faden herzustellen, woraus sich eine größere Fadenoberfläche ergibt. Mikrofaser-Textilien sind sehr resistent gegen Fusseln.

Die Fasern können im Querschnitt rund, oval oder kantig sein, um so einen kräftigen Griff zu vermitteln. Sie können matt, glänzend oder glitzernd wirken. Polyester ist eine synthetische Faser. Zwar kommen auch in der Natur Polyester vor, doch heute versteht man unter Polyester eher eine große Familie synthetischer Polymere (Kunststoffe), zu denen die viel verwendeten Polycarbonate (PC) und vor allem das technisch wichtige, thermoplastische Polyethylenterephthalat (PET)[1] gehören.

Info / Tipp:
- resistent gegen Fusseln
- widerstandsfähig gegen klimatische Einflüsse

- leichtes Material

- geringe Knitterneigung

- hohe Formbeständigkeit

- schnelle Trocknung

- Pflegeleichtigkeit

- Strapazierfähigkeit

 

Polyurethan

PU-Elastometer wird häufig für Textilfasern eingesetzt. Diese Fasern bestehen nicht unbedingt zu 100 % aus Polyurethan. Ebenfalls eingesetzt wird Polyurethan als Mikroschaum für atmungsaktive Membranenfür Regenbekleidung. Polyurethane sind Kunststoffe oder Kunstharze und können je nach Herstellung hart und spröde, aber auch weich und elastisch sein. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von Kunststoffen, deren Grundbausteine aus Erdöl gewonnen werden. In aufgeschäumter Form ist es als Schaumgummi bekannt. Aus bzw. mit Polyurethan werden z. B. Matratzen, Schuhsohlen, Textilien und (latexfreie) Kondome hergestellt. Als Beschichtung auf ABS-Lovetoy-Oberflächen aufgetragen, verleiht es ihnen einen hautsympathischen, samtig-seidigen Charakter.

Info / Tipp:
- sehr rubust
- geruchneutral

- UV-beständig

- körperverträglich

- Körpertemperatur neutral

 

Satin

Satin ist ein Gewebe, welches in Atlasbindung hergestellt wird. Dadurch ergibt sich eine stark glänzende, glatte Oberseite und eine matte Unterseite. Je nach Faserart und Garn kann Satin leicht oder schwer, matt- oder hochglänzend, fließend oder steif sein. Obwohl Satin aus beliebigen Fasern gewebt werden kann, werden endlose Fasern (Filamente) wie Seide, Viskose oder Polyester bevorzugt, da diese den Glanz zusätzlich steigern. Satin aus diesen Materialien findet vor allem für Abendkleidung. Die Glattheit der Oberfläche macht ihn auch als Futterstoff sehr geeignet. Varianten des Satins sind Moleskin, Duchesse und Crêpe Satin.

Info / Tipp:
- elegantes Bewegungsmuster

- sehr Geschmeidigkeit

- niedrige Scheuerfestigkeit

 

Seide

Seide ist eine feine Textilfaser, die aus den Kokons der Seidenraupe, der Larve des Seidenspinners, gewonnen wird. Sie ist die einzige in der Natur vorkommende textile Endlos-Faser und besteht hauptsächlich aus Protein. Sie kommt ursprünglich vermutlich aus China und war eine wichtige Handelsware, die über die Seidenstraße nach Europa transportiert wurde. Neben China, wo auch heute noch der Hauptanteil produziert wird, sind Japan und Indien weitere wichtige Erzeugerländer, in denen der Seidenbau betrieben wird. Im Alltag begegnet man verschiedenen Bezeichnungen wie zum Beispiel Kunst- oder Wildseide. Bei dem Begriff Wildseide (Dupionseide), wie beispielsweise der Tussahseide, handelt es sich um Seide, die aus den Kokons bereits geschlüpfter Schmetterlinge gewonnen wird. Bei dem Schlüpfvorgang hinterlassen sie ein Loch, was den Faden zu mehreren Teilen zerreißt. Bei der Verwendung werden die Fäden verdickt, wodurch die charakteristischen unregelmäßig-noppigen Textiloberflächen entstehen. Als Kunstseide werden Textilfasern bezeichnet, die durch ein bestimmtes Verfahren (sog. Nassspinnen) chemisch aus Polymerlösungen erzeugt werden und natürlicher Seide ähneln. In erster Linie handelt es sich dabei um Cellulose-Regeneratfasern, für die, falls sie unzerschnitten der Textilverarbeitung zugeführt werden, anstelle des Begriffs Kunstseide auch der Sammelbegriff Reyon oder Rayon gebräuchlich ist. Wildseide, Kunstseide

Info / Tipp:
- hohe Festigkeit

- geringe Dichte

- hohe Formbeständigkeit

- isolierend gegen Kälte und Wärme
- glänzende Fasern , wunderschön glänzende Optik

- gute Färbbarkeit

- sollte mir der Hand gewaschen werden

 

Viskose

Viskosefasern, kurz Viskose, oder Zellwolle genannt, sind Chemiefasern (Regenerat fasern), die vom Grundstoff Cellulose ausgehend mit Hilfe des Viskoseverfahrens industriell hergestellt werden. Sägespäne werden mit Chemikalien gekocht, um die Zellulose herauszulösen. Anschließend wird die Zellulose mit Wasser, Natronlauge und Schwefelkohlenstoff zu einem Viskosebrei verarbeitet und durch Spinndüsen zu Viskosegarn verfestigt. Viskose besteht - wie die Baumwolle - aus Zellulose, also aus einem natürlichen Grundstoff und erfährt während des Prozesses keine chemische Veränderung. Da die Viskose dennoch auf chemischem Wege hergestellt wird, darf sie (laut Textilkennzeichnungsgesetz) nicht als Naturfaser bezeichnet werden. Viskose wird ganz universell in Bekleidung eingesetzt. Die Verwendung von Viskose ähnelt der von Baumwolle (Textilien, Mischgewebe mit Polyester uvm.). Textilien daraus werden zu Kleidung verarbeitet. Im nichttextilen Bereich (engl. nonwovens) hat die Viskosefaser aufgrund der vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten größere Marktanteile als im textilen Bereich.

Info / Tipp:

- weiches Material 
- fließender Fall des Stoffes

- gute Feuchtigkeitsaufnahme

- Lichtbeständig

- hautsympathisch

- gute Färbbarkeit

- natürlicher Grundstoff

- leicht entflammbar